Nicht nur Peter, sondern auch unser Wanderführer Armin hat einen besonderen Draht zu Petrus. Trotz ungünstiger Vorhersage bescherte uns der nämlich einen ungetrübten, wenn auch etwas schwülen Juniwandertag. Unsere 3- Burgenwanderung startete an der Melchinger Lauchertquelle zuerst hinauf Richtung Hohenmelchingen, das wir aber vorerst rechts liegen ließen. Stattdessen schlugen wir den Weg Richtung Erpfingen ein. Wald und Wiesen zeigten ihr schönstes Sommerprachtkleid: Margeriten Glockenblumen, Wiesenbocksbart, Akelei, Wiesenpippau…
Wir streiften den Erpfinger Skilift, der wohl aufgrund der Klimaerwärmung seine besten Tage hinter sich hat. Vielleicht bringt ja die Sommerrodelbahn einen Gewinnausgleich?! Vorbei am Feriendorf Sonnenmatte erreichten wir Erpfingen mit seinem etwas abgewracktem Dinosaurier am Ortseingang.
Wir schwenkten dort aber nach rechts; vorbei am Kurgarten überquerten wir die Erpf und stiegen in Serpentinen steil hinauf zur wie eine Felsnadel aus dem Wald ragenden Ruine Hohenerpfingen. Dabei säumten immer wieder Weiße Waldvögelein unseren Weg.
Über die Schlosshalde gelangten wir zu einem schön gelegenen Rast- / Grillplatz mit Hütte, wo jeder nach seinen Bedürfnissen Schatten oder Sonne genoss.
Von dort wanderten wir vorbei am Sportplatz von Stetten und dem Hof Kressebühl mit seinen Vögeln und Kaninchen zur Ruine Holstein (Hölnstein). Vom Aussichtspunkt auf der Ruine unterhalb der Wappenfahne mit Raubvogelschwinge genossen wir den Blick hinunter nach Stetten. Danach schwenken wir von der Ruine rechts in den Burggraben um die bizarren Höhlen im Burgfels, nach denen die Burg benannt ist, zu erkunden.
Nach dem Abstieg von der Burg tangierten wir kurz Stetten, überquerten die L 382 und direkt danach auf einem abenteuerlichen Brückle die Erpf. Am Waldrand zogen wir nun Lauchert- aufwärts wieder Richtung Melchingen. Vor dem Haldenhof bogen wir aber ins sonnendurchflutete Hirschental ab, um in schweißtreibendem Anstieg schließlich die weitläufige Ruine Melchingen zu erreichen.
Von dort hinunter war es dann nicht mehr allzu weit zu unseren Autos an der Lauchertquelle. Wobei der eine oder andere jetzt erst merkte, wie durstig die schwüle Hitze ihn gemacht hatte. So kam die Einkehr im Ochsen Melchingen allen gerade recht um Durst und Hunger in angenehmer kleiner Runde (8) zu stillen. Schade dass nicht mehr Leute mitgewandert sind, sie haben echt etwas versäumt!
Wanderung zu den Burgruinen um Melchingen am 1. Juni
Bild: Andreas Peters
Bilder im Text: Andreas Peters

