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4 Starts und 5 Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften der Triathlon Langdistanz

Verfasst von Klaus Diesch
Triathlon
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Nagold. Vom 9. bis 10. August 2025 fand zum 2. Mal die Langdistanz im Triathlon in Baden-Württemberg statt: Der Nordschwarzwald Triathlon. Großes Highlight in diesem Jahr waren die Deutschen Meisterschaften auf der Langdistanz, welche am Sonntag in Rahmen des Nordschwarzwald Triathlons ausgetragen wurden! Nagold ist Partner der Tri-Events Baden-Württemberg gGmbH und war Ort des abschließenden Marathons der Langdistanz. Pünktlich um 6.30 Uhr ging es am Sonntagmorgen in der Nagoldtalsperre mit der ersten Disziplin 3,8 Kilometern Schwimmen los. 165 Starterinnen und Starter begaben sich bei noch recht kühlen Außentemperaturen von rund 12 Grad ins kühle Nass, bevor es auf der Rad- und Laufstrecke zunehmend wärmer wurde.

Beim Post-SV feierten Lukas Baier und Sarah Becker ihre Langdistanzpremiere.

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Nachdem im letzten Jahr bei Sarah Becker sportlich nichts nach Plan lief, erst Meniskus-OP im Mai inklusive 6 Wochen Krücken, im Herbst dann immer wieder krank und so „unfit“ wie in den Zeiten, bevor Sie beim Post-SV vor 3 Jahren mit dem Triathlon Training anfing, entschied sie sich trotzdem für den Nordschwarzwald Triathlon anzumelden. „Ich bin dann mit viel Grundlagen Training in die Vorbereitung gestartet und hab gemerkt, mit viel strukturiertem Training nach Plan ist da noch genug Zeit, um wieder richtig fit zu werden.“ Allein trainieren musste Sie selten, da immer ein paar schwarz-gelbe Post-SV Bienchen um sie herum schwirrten, um mit ihr zu trainieren und sie zu motivieren. Egal ob im Trainingslager in der Toskana, zu Besuch auf Mallorca bei der Vereinskollegin Nici Müller oder bei knackigen Intervallen auf der Bahn. Nach 9 Monaten hartem Training war sie dann froh, als die Vorbereitung endlich vorbei war und sie endlich auf der Strecke zeigen konnte, für was man so hart gearbeitet hat.

Mit dem Ziel, unter 11 Stunden zu finishen ging es morgens mit großer Vorfreude an den Start. Das Schwimmen (nicht Sarahs liebste Disziplin) lief richtig gut – „sogar beim Schwimmen hatte ich beim Landgang schon ein breites Grinsen im Gesicht und wusste, das wird mein Tag.“ Sie konnte nach 1:15h mit einigen anderen Mädels aus dem Wasser gehen und ab ging die Post auf der durchaus herausfordernden Radstrecke (1600hm) durch den wunderschönen Schwarzwald. Nachdem sie zwischenzeitlich sogar mal kurz auf Platz 2 vorgefahren war und auch auf die Führende Boden gut machen konnte, stieg Sie dann mit der zweitschnellsten Radzeit als 3. Frau vom Rad. Jetzt nur noch ein „kleines Läufchen“, wie Jonas Deichmann sagen würde. „Ich bin jetzt schon 3 Marathons gelaufen, aber ich hatte bei keinem davon so viel Spaß und so viel Unterstützung und Fans an der Strecke. Ich habe jede der 5 Runden wieder darauf hin gefiebert an meinen Eltern, meinem Freund und den Vereinskolleg/innen, auf der Strecke und in der Fankurve vorbeizulaufen.“ Da war es dann zweitrangig, dass die ersten beiden Mädels ihren Vorsprung ausbauen konnten – „Platz 2 hatte ich spätestens nach dem 2. Dixi Stopp abgeschrieben“ – auf Platz 4 wuchs der Vorsprung weiter. Nach 10:34:59h ging es dann als 3. Frau in der Gesamtwertung und deutsche Vizemeisterin in der der AK30 überglücklich ins Ziel. Dort wurde Sie dann von ihrer ersten Doping Kontrolle beim Feiern und Pommes essen unterbrochen, aber hat sich dabei auch ein bisschen wie ein Profi gefühlt.

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Das eine Langdistanz auch ohne große Vorbereitung machbar ist, zeigte Lukas Baier: „Ein grandioses Rennen! Meine erste Langdistanz, von der ich vor einem Monat noch nichts wusste war absolut traumhaft. Aufgrund fehlender Vorbereitung ohne Zeitziel gestartet- jedoch mit viel Spaß, super Support und einer Traumzeit ins Ziel gekommen. Da die Vorbereitung hauptsächlich aus Pasta essen bestand, bin ich auf dem Rad zu flott gestartet, habe zu viel in die Bergsprintwertung investiert und konnte mir zwischenzeitlich den Marathon nicht mehr vorstellen. Doch mit der Unterstützung vieler Post-SVler und einiger Bananen war es halb so wild und die Stimmung super.“ In der AK 25 belegte Lukas Baier mit einer Zeit von 9:35:45 den 2. Platz.

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Klaus Diesch absolvierte seine 3. Langdistanz und zeigte, dass man sich im Alter auch noch verbessern kann. Nachdem das Schwimmen überstanden war begann die Aufholjagd. Nach und nach konnten Plätze gut gemacht werden. Beim Laufen fiel dann auf den letzten 100 Metern die Entscheidung. Während der letzten Runde war er noch auf Platz 4 und bekam von außen zugerufen, dass wenn der 3. Platzierte Gehpausen macht, es noch auf das Treppchen reichen könnte. Tatsächlich konnte er einen gehenden Läufer kurz vor dem Ziel überholen welcher in seine Altersklasse war. Im Zielkanal die Uhr im Blick mit 10:59:55 h reichte es durch einen Zielsprint nicht unter die 11 Stunden. Mit einer Endzeit von 11:00:01 h und dem 3. Platz in der AK 55 bei Deutschen Meisterschaften war die Freude groß.

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Der erfahrenste Starter auf der Langdistanz unter den 4 Athleten war Claus Breinlinger, der weiterhin den Traum lebt sich für Hawaii zu qualifizieren. Da der Nordschwarzwald Triathlon keine Slots für die WM auf Hawaii vergeben kann, war es für ihn nur eine Zwischenstation für ein Ironmanrennen im Oktober. Dass dieses Ziel nicht mehr so fern ist, zeigte er mit seinen tollen Leistungen in seiner Altersklasse. Nach einem hervorragenden Schwimmen, bei dem er in seiner Altersklasse als 2. aus dem Wasser stieg legte er beim Radfahren den Grundstein für seine erste Goldmedaille bei Deutschen Meisterschaften der Langdistanz. Mit einer Zeit von 10:41:16 h belegte er den ersten Platz in der AK 60.

Bei der Teamwertung belegte der Post-SV Tübingen mit Lukas Baier, Sarah Becker und Claus Breinlinger den 3. Platz. Die im Triathlon integrierte Bergwertung ging bei den Frauen an Sarah Becker. Lukas Baier belegte hier den 2. Platz.

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Parallel zum Triathlon wurde noch ein Einzelzeitfahren auf der Radstrecke über 50 und 100 km durchgeführt. Bei den Damen konnte sich hier Lavinia Burkhardt (Post-SV Tübingen) auf der 50km Strecke mit großem Vorsprung durchsetzen und siegte in1:24:20 h. „Eigentlich wollte ich nur Sarah bei der Langdistanz anfeuern dann hat sie mich aber überredet beim NST50 mitzumachen. Ohne viel Erwartungen aber mit viel Vorfreude, Aufregung und Rennfieber stand ich aber trotzdem am Start und hatte die ganze Strecke riesigen Spaß und wurde am Ende mit einem ersten Platz belohnt. Ein voller Erfolg für mein erstes Radrennen.“ Bei den Männer siegte Tim Rieder in einer Zeit von 1:05:43 h, De Witt Wolff belegte Platz 6 mit einer Zeit von 1:15:01.

Außerdem fand in Nagold am Samstag bereits im Badepark Nagold und Stadtpark Kleb der Volkstriathlon statt. Hier finishte Jessie Mayer in einer Zeit von 1:52:39 h.

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