Rom/Tübingen. Beim traditionsreichen Halbmarathon Roma–Ostia Halb Marathon hat die Läuferin des Post-SV Tübingen, Flavia Capitani, eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt. Die Langstreckenläuferin bewältigte die 21,1 Kilometer von Rom bis zur Mittelmeerküste in Ostia in starken 1:28:22 Stunden und blieb damit deutlich unter der angepeilten Marke von 90 Minuten.
Der traditionsreiche Lauf -seit 51 Jahren gibts es ihn, genauso wie der Tübinger Nikolauslauf- am ersten Sonntag im März ist für Capitani längst ein fester Termin im Kalender. „So wie es Tradition ist, laufe ich am ersten Sonntag im März den Halbmarathon von Rom. Der erste war im Jahr 2013“, berichtet sie. Seitdem steht sie jedes Jahr wieder am Start im römischen Stadtteil im Südwesten „EUR“ – gemeinsam mit ihrem Vater. In diesem Jahr gingen mehr als 14.000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. Bewölkter Himmel und milde Temperaturen sorgten für nahezu perfekte Wettkampfbedingungen.

Ihr Rennen teilte sich Capitani taktisch ein. Bis zur sogenannten „Salitone“, einem rund 2,5 Kilometer langen Anstieg ab Kilometer 9,5, wollte sie das Tempo kontrolliert halten. „Man muss Kilometer 12 erreichen, ohne sich zu sehr zu verausgaben“, erklärt sie. Gerade das bewusste Drosseln vor der Rennhälfte sei schwierig, aber entscheidend für eine gute zweite Hälfte.
Die Strategie ging auf. Nach dem Anstieg fühlten sich ihre Beine besser an als erwartet, und bis Kilometer 18 lief es „sehr gut“. Erst auf den letzten zwei bis drei Kilometern wurde es noch einmal hart: eine leichte, aber für müde Beine „gnadenlose“ Steigung kurz vor dem Ziel. „Außerdem konnte man wegen dieser Steigung das schäumende Meer von Ostia noch nicht sehen“, erzählt Capitani.
Dann öffnete sich schließlich der Blick auf das Mittelmeer – und der Jubel entlang der Strecke wurde lauter. Musik, viele Zuschauerinnen und Zuschauer und zahlreiche Spitzenläuferinnen und -läufer prägten den Zieleinlauf. Capitani erreichte als 35. Frau von 1.569 klassifizierten Läuferinnen das Ziel; die ersten fünf Plätze gingen an Athletinnen aus Kenia.
Mit ihrer Zeit von 1:28:22 Stunden erfüllte sie nicht nur ihr Ziel, unter 90 Minuten zu bleiben, sondern stellte zugleich eine neue persönliche Bestleistung auf. „Zum Glück habe ich mein Versprechen vom Start eingehalten“, sagt sie zufrieden. Zwar vermisste sie im Ziel die sonst üblichen Musikbands und sogar die Duschen – doch das tat der Stimmung keinen Abbruch: „Wir haben uns mit Köstlichkeiten direkt am Meer getröstet – und mit ganz viel Zufriedenheit.“

