Nach einer Woche doppelter Vorfreude, geteasert von sonnigen Radfahr-Bildern aus dem ersten Lager, hat sich am Samstagmorgen um kurz nach zu früh eine kleine Gruppe verrückter Menschen im Dunkeln getroffen, um mit einem Transporter voller Räder, Haferflocken und Sportklamotten in Richtung Toskana zu düsen.

Schon am Nachmittag wurde die Gruppe von Lavinia und Eva fröhlich lachend im sonnigen Sport-Resort begrüßt. Nach einer ersten Führung über das Gelände inklusive der wichtigsten Stopps (Pool! Eis!) war klar: Fix einrichten und dann los, zum ersten Shakeoutrun durchs wunderschöne Gelände zum Meer. Abgerundet wurde ein (sich gar nicht so anfühlender) langer Tag mit einem ersten von vielen shared Dinners im größten Zimmer und Pläne schmieden für die nächsten Tage. Lavinias Trainingsplan wurde dabei sehr begrüßt und nur Dank Wetter (und evtl ein bisschen Zeitmangel) nochmal quer über den Haufen geworfen, um auch wirklich trocken soviel radeln zu können wie geht…Laufen und schwimmen geht ja schließlich immer.

Wie toll der warme 50 m lange Pool ist, hat sich vor allem an den nicht ganz so sonnigen Tagen gezeigt – und den ein oder anderen auch nachmittags noch zu einer zweiten Runde eingeladen.

Dank bester Zeitplanung konnte das ganze Programm mit verschiedenen Ausfahrten (coffee rides, Bergintervalle, Elba-Umrundung, Brick-Training und Königsetappe inklusive Pizza-Pause) mit ganz viel Spaß, Gummibärchen und Kichern durchgezogen werden. Ganz entspannt haben sich auch verschieden ambitionierte Grüppchen gebildet von „ach ich fahr hier nur den Berg hoch“ bis „ich brauch ne Atempause beim Bricktraining, weil Coach Lavi hinter mir angetrieben hat“, sodass am Ende des Tages und der Woche alle auf ihre Kosten gekommen sind.

Gelernt haben alle viel: Es gab Technik-Tipps im Wasser und auf dem Rad, zum Wechseln und belgischen Kreiseln und abends auch noch den ein oder anderen Verpflegungs- und Rezept-Tipp.
(Gelacht sowieso, spätestens aber wenn zur Energie-Nachfüll-Pause auf dem Berg die Kartoffeln aus dem Trikot gezogen werden.)

Die Hauptkritik: „Eine Woche ist ein bisschen kurz“ spricht wohl für sich. Umso größer ist die Vorfreude aufs nächste Jahr bei dem Gedanken, das Trainingslager eventuell ein wenig zu verlängern.

