Alle Beiträge

Wanderung zur Obstbaumblüte am 19.4.2016

Verfasst von Wolfgang Eberhardt
Organisation: Wolfgang Eberhardt
Wandern
PXL 20260419 075747704 ex scaled
Bild: Andreas Peters

Unsere Blütenwanderung führte dieses Jahr ins Lenninger Tal mit Start am Sulzburghof in Unterlenningen. Zuerst stiegen wir von dort steil hinauf zur Sulzburg, erbaut um 1300 von den Herren von Neidlingen als Vasallen der Herzöge von Teck. Von der beeindruckenden Anlage aus hatten wir 9 Wandervögel einen aussichtsreichen Blick hinunter ins Lenninger Tal mit seinen blühenden Obstbäumen.
PXL 20260419 113920870Von dort ging’s oberhalb des Sulzburghofs zuerst weiter bergauf, um dann aber schließlich auf halber Höhe im Wald, rechts in den Eichbergweg einzubiegen. Unterhalb von Friedrichs- und Bruckerfels gelangten wir relativ eben zu dem Weg, der von der Baßgeige herabführt. Ab hier durften wir durch die blütengetränkten Streuobstwiesen wieder hinab ins Tal nach Brucken, wo wir nach dem Bahnübergang zuerst den randvollen Lauterkanal und dann die Lauter selbst überquerten. Durch Brucken hindurch kamen wir schnell auf den Gegenhang, wo wir am Ortsende links abzweigten. Wenig später rechts weg erwartete uns die eigentliche Herausforderung des Tages: der steile Anstieg hinauf zur Teck.
PXL 20260419 095614460 scaledZuerst führte uns der Weg am Schafhaus vorbei über eine Heide mit vielen Schlüsselblumen (die blühten gerade überall, teils massenhaft) keuchend bis hinauf zum Waldrand, wo sonst Modellflieger starten. Aber der einsetzende Regen hatte sie wohl vertrieben. Die Burg hatten wir schon nah vor Augen; aber im Wald mussten wir zwar etwas weniger herausfordernd, aber trotz vieler Serpentinen weiter bergauf bis zum Bergkamm, der am oberen Ende von der Teck gekrönt wird. Schließlich erreichten wir etwas außer Atem die vom Albverein wieder aufgebaute Burg mit ihrem Wanderheim und dem weit ins Tal hinunter grüßenden Turm. Leider war alles wolkenverhangen und es regnete noch mal kurz, also keine (sonst tolle) Aussicht. Auf den Bierbänken im Burghof fanden wir unter ausladenden Schirmen Unterschlupf, um unser wohlverdientes Vesper zu genießen. Zuvor waren einige von uns noch zur sagenumwobenen Sibyllenhöhle unten im Burgfelsen abgestiegen. Dass die weise, wohltätige Sibylle ihr unterirdisches Schloss aus Gram über ihre drei missratenen Söhne verließ, davon soll noch heute die Sibyllenspur unterhalb der Teck zeugen. Wir dagegen verließen die Burg auf einem blumengesäumten Wanderweg hinüber zum Sattelbogen. Den Abstecher vom Gelben Fels hinab zur Veronikahöhle ersparten wir uns, weil es uns zu rutschig war. Vom Sattelbogen aus genossen wir aufgrund der allmählichen Wetterbesserung den Blick über Bissingen hinweg ins Land.
PXL 20260419 123340963Von da an wurde der Weg durch die blühenden Streuobstwiesen mit ihren Schlüsselblumen, Vergissmeinnicht usw. etwas flacher und wir kamen durch Unterlenningen zurück zum stark frequentierten Sulzburghof. Dort gönnte sich dann jeder, was sein Herz gerade begehrte. Auch zeigte sich zum Schluss der Wanderung noch zunehmend die anfänglich schmerzlich vermisste Sonne, so dass alle glücklich und zufrieden waren.

Bilder im Text: Andreas Peters
Diesen Beitrag teilen:
Vorheriger Beitrag
Sascha Chwalek gewinnt anspruchsvollen UTH25 am Albtrauf
Nächster Beitrag
Jule Vetter bestätigt starke Form in Düsseldorf

Anstehende Events

Instagram

Archiv