Liebe Wanderfreundinnen, liebe Wanderfreunde!
Die Wanderung ins idyllische Schmiechtal am letzten Maisonntag verdanken wir unserem Mitwanderer Werner Walker. Als Auftakt hat er außerdem einen Besuch in der ersten Pumpstation der Albwasserversorgung in Teuringshofen an der Schmiech organisiert.
Die 3 Albgemeinden Justingen, Ingstetten und Hausen o. U. waren Vorreiter bei dem von Ing. Karl Ehmann organisierten Aufbau der Albwasserversorgung. Die anderen Albgemeinden lehnten sie als sparsame Schwaben aus Kostengründen zunächst ab und mussten weiterhin verschmutztes Regenwasser aus Hülen und Dachrinnen trinken, bis sie sich endlich vom positiven Effekt der Versorgung mit sauberem Wasser aus dem Tal überzeugen ließen. So wurde das größte Karstgebiet Deutschlands, die Alb, dank Ehmanns Pioniertat von einer fast wasserlosen „Wüste“ zu einem Typhus- und Tbc-freien, weniger brandgefährdeten, lebenswerteren Landstrich.Unsere Wanderung starteten wir allerdings in Hütten. Von dort stiegen wir zuerst hinauf zur Kapelle „Zur schmerzhaften Mutter Gottes“ mit einer überlebensgroßen Statue des „Guten Hirten“ davor. Danach weiter steil bergauf erreichten wir schließlich das Freizeitheim Schlosshof, wo wir wegen des einsetzenden Regens kurz Unterschlupf suchten.
Über freies Feld in Richtung Justingen stießen wir unter einer riesigen Linde auf die winzige Schlosskapelle Justingen. Dort bogen wir ab zum Schloss Hohenjustingen.
Berühmt wurde Anselm von Justingen, der 1212 den Staufer Friedrich ll. von Palermo nach Deutschland holte. Die weitläufige Schlossruine wurde in den letzten Jahren restauriert.
Auf dem Weiterweg legten wir in der Bärenhütte unsere verdiente Mittagsrast ein. Anschließend stiegen wir durch das wildromantische Bärental, vorbei an der gleichnamigen Höhle, wieder hinunter nach Hütten.
Bevor wir den Ort erreichten bogen wir aber rechts ab und nutzten einen langen Saumpfad am Waldrandsteilhang hoch über der Landstraße im Tal. Wir zogen oben an Gundershofen vorbei und gelangten schließlich nach Springen. Der Name ist Programm: Hier entspringt die Schmiech aus steiler Felsenklamm.
Den Rückweg nach Hütten absolvierten wir dann überwiegend rechts des Baches im Tal, wobei wir noch kurz im „Goissahof“ in Gundershofen unterstehen mussten. Dort kann man auch verschiedene Ziegenprodukte (u.a. Seife) kaufen. Oberhalb der Talwiesen mit Schottischen Hochlandrindern und eines kleinen Sees schafften wir es schließlich, vorbei an der beeindruckenden, aber in einem erbärmlichen Zustand befindlichen Riedmühle von Sondernach, (fast) trockenen Fußes zurück zu unseren Autos bei Hütten. Eine sehr leckere Bewirtung fanden wir dann auf dem Heimweg in Failenschmids Hirsch in Gächingen.

