Karlsruhe. Beim Baden-Marathon in Karlsruhe hat Bastian Meyer vom Post-SV Tübingen mit einer starken Leistung den dritten Platz im Marathon erreicht. In 2:42:38 Stunden lief Meyer zudem eine neue persönliche Bestzeit.

An der Spitze setzte Omar Tareq (Lauffreunde in Freiburg) seine Dominanz fort. Der Vorjahressieger gewann den Marathon in 2:21:49 Stunden und unterbot damit seine Siegerzeit aus dem vergangenen Jahr deutlich. Zweiter wurde Christian Stöckl von der Feuerwehr Rheinstetten in 2:38:16 Stunden. Dahinter komplettierte Bastian Meyer das Podest.
Meyer war mit einem klaren Ziel nach Karlsruhe gereist: „Ich wollte die 2:40 Stunden knacken.“ Mit der niedrigen Startnummer 7 durfte er ganz vorne bei den Spitzenläufern starten. Nach einem zu schnellen ersten Kilometer in 3:25 Minuten fand er schnell sein geplantes Tempo und pendelte sich bei rund 3:47 Minuten pro Kilometer ein.
Allerdings musste Meyer das Rennen von Beginn an weitgehend alleine bestreiten. Eine passende Tempogruppe fand sich nicht. Nach rund 20 Kilometern bogen die schnellen Halbmarathonläufer ins Ziel ab, sodass Meyer auf der zweiten Marathonhälfte nahezu vollständig auf sich allein gestellt war. Bei Kilometer 25,5 lief er auf den einzigen Marathonläufer auf, dem er auf der gesamten zweiten Hälfte begegnete, und überholte ihn. Völlig überraschend lag Meyer damit zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei.
Sein angepeiltes Tempo konnte der Tübinger nach der Halbmarathonmarke allerdings nicht mehr halten. „Meine Beinmuskulatur wollte einfach nicht mehr mitmachen“, beschreibt Meyer die zunehmende Erschöpfung. Bei Kilometer 35,5 kam es dann zu einem weiteren Zwischenfall: Meyer stolperte über einen Bordstein und stürzte. Glücklicherweise konnte er sich schnell wieder aufrappeln und das Rennen fortsetzen.
Die letzten Kilometer wurden nochmals zu einer besonderen Herausforderung. Nach Kilometer 36 musste sich Meyer durch zahlreiche langsamere Halbmarathonläufer kämpfen, die sich die Strecke mit den Marathonläufern teilten. Trotz der schwierigen Bedingungen biss er sich bis ins Ziel durch.

Auf den letzten hundert Metern sorgten die Stimmung an der Strecke und die Aussicht auf das Ziel nochmals für zusätzliche Kräfte. Meyer rettete seine neue persönliche Bestzeit ins Ziel und durfte sich gleichzeitig über den überraschenden dritten Platz freuen.
„Dass ich bei einem solchen Rennen Dritter geworden bin, hat mich ein wenig darüber hinweggetröstet, dass ich mein persönliches Ziel von unter 2:40 Stunden nicht erreicht habe“, so Meyer. Mit seinem Rennen zeigte er sich dennoch sehr zufrieden: Trotz fehlender Tempogruppe und der enormen körperlichen und mentalen Belastung konnte er eine neue persönliche Bestzeit aufstellen.
Das Ziel von unter 2:40 Stunden bleibt damit bestehen – und soll beim nächsten Marathon fallen.



