Mey Generalbau Triathlon Tübingen 2018 – 1. Bundesliga

Nun war es endlich soweit, das langersehnte „Heimrennen“ von Tübingen stand vor der Tür. Es war das 4. Rennen in der nun schon etwas länger andauernden Saison, nichtsdestotrotz wollten wir hier unser bestes Ergebnis abliefern und unseren Heimvorteil der Streckenkenntnis und des Publikums ausnutzen. Mit vielleicht etwas zu großen Erwartungen nach den letzten äußert positiv verlaufenden Wettkämpfen gingen wir in der Besetzung Eva Estler, Greta Groten, Karina Kornmüller und Karoline Degenhardt an den Start des Sprintrennens über 750m Schwimmen, 20km Rad fahren und 5 km laufen.

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Schon am Samstag merkten wir, dass es kein leichtes Rennen werden wird, da heiße Temperaturen angesagt waren und unser Start um die Mittagszeit um 14:15 stattfinden sollte. Dank des Tübinger Schwimmvereins bekamen wir aber die Möglichkeit, uns am Wettkampftag in ihren Vereinsräumen unmittelbar im Startbereich aufhalten zu können, sodass wir unsere Wettkampfvorbereitung nicht in der Hitze durchführen mussten. Mit besonders großer Aufregung ging es etwa eine Stunde vor Start zum Check-in der Räder, schon hier wurde klar, dass dies für uns ein besonderer Wettkampf werden wird, Familie und Freunde unterstützen uns schon jetzt und wünschten uns viel Erfolg.

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Gegen 14:00 wurde es mit der Teamvorstellung ernst und es gab kein Zurück mehr. Kurze Zeit später fiel der Startschuss und das Rennen begann.

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Wie immer schlugen wir uns beim Schwimmen sehr beachtlich und wir konnten uns alle in den ersten zwei Radgruppen wieder finden. Vor allem Eva Estler machte hier einen tollen Job bei ihrem Debüt in der Bundesliga und folgte Karina Kornmüller direkt aufs Rad. Doch dann folgte der erste Schock, Greta - als Top-platzierte sogar in der ersten Radgruppe - verhakte sich in der 2. von 5. Radrunden im Hinterrad ihrer Vorgängerin und stürzte. Glücklicherweise kam sie auf einem Grünstreifen zu Fall und holte sich keine größeren Verletzungen, doch der Schock saß bei allen tief. Auch unsere Trainer Florian Teichmann und Tanja Schneider, die den Sturz nicht sofort mitbekamen, da sie sich am Wendepunkt am anderen Ende der Strecke postiert hatten, wurden nervös, als Greta plötzlich nicht mehr in der ersten Radgruppe auftauchte. Doch tapfer kämpfte sich Greta aufs Rad zurück und fuhr weiter.

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Bei Karina und Eva in der 2. Gruppe lief es umso besser und sie konnten mit dem Hauptfeld das 2. Mal in die Wechselzone einrollen und gut positioniert in den Lauf und den Kampf um die besten Plätze starten. Wenig später passierte auch Karo die Wechselzone, nicht mit den besten Beinen ausgestattet, kämpfte sie dennoch um jede Position.

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Das Laufen bildete für uns den Höhepunkt, auf jedem Meter konnten wir unsere Namen hören und das gesamte Publikum stand hinter uns und rannte mit. Dies ließ uns sprichwörtlich die Beine in die Hand nehmen und ein tolles Laufergebnis abliefern. Karina sicherte sich den 25. Platz, dicht gefolgt von Eva auf Platz 27 und weiteren 5 Plätzen dahinter Karo auf dem 32. Rang. Greta musste ihrem Sturz leider Tribut zollen und konnte das Rennen wegen der Schmerzen nicht beenden. Untröstlich erwartete sie uns dennoch im Ziel, welches wir dieses Mal mit gemischten Gefühlen erreichten. Stolz auf Karinas und Evas Leistung, aber auch ehrfürchtig, dass auch vor uns die Sturzgefahr nicht Halt macht. Aber nach drei fast perfekten Rennen müssen wir uns eingestehen, dass man auch irgendwann Lehrgeld in der 1. Bundesliga zahlen muss.

Letztendlich sind wir aber sehr froh über unser wiederum tolles Mannschaftsergebnis von Platz 8, welcher unseren 8. Platz in der Gesamttabelle weiter absichert. Nach so einer Achterbahnfahrt der Emotionen waren wir alle sehr froh, das Rennen gemeistert zu haben. Nun freuen wir uns auf eine kurze Verschnaufpause, bevor es am 8. September auf Rügen zum Saisonabschlussrennen kommt, bei dem wir - nach dem nun gezahlten Lehrgeld - wieder vorne mitmischen wollen!

Ein großer Dank an alle Fans an der Strecke, allen Helfern und MEY Generalbau, die den Triathlon erst ermöglicht haben, Mischa Elbeshausen vom Tübinger Laufladen am 2. Wendepunk, Tanja Schneider für den Wettkampfkuchen und Florian Teichmann für seine Rennstrategie.

Bilder von: DTU/Roman Henn

Video-Highlights auf YouTube: https://youtu.be/-4qhDI8bSVU

Bildergalerie von Fabian Knisel: https://photos.app.goo.gl/uEeacnhvWm8tz6bT7

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