Salmendinger Kapelle - Dreifürstenstein am 14.11.2021

Bei der Anfahrt zum Treffpunkt der Wanderung hatten sich erste blaue Öffnungen im neblig trüben Himmel gezeigt, so dass wir einen sonnigen Tag erhoffen durften. Aber schon während des Anstiegs vom Parkplatz aus hinauf zum Kornbühl, vorbei an den um 1876 errichteten Stationen des Kreuzwegs, zog der Himmel sich leider wieder vollends zu, und beim Erreichen des Gipfels mit der Salmendinger Kapelle herrschte ringsherum dichtes Nebelmeer.

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In dem Kirchlein selbst, wahrscheinlich schon vor dem Jahr 1500 gegründet, gab es wenig zu sehen, so dass wir bald auf steiler, feuchter Wiese vorsichtig abstiegen, vorbei an einigen Wachholderbüschen, an denen sich erst wenige reife Beeren zeigten.

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DSC 2531Nachdem wir die einzige nennenswerte Erhebung unserer Wanderung hinter uns gelassen hatten, ging es fast eben weiter. Nach 4 km erreichten wir die Kante der Alb, und nach kurzer Strecke am Albtrauf entlang gelangten wir zu dem markanten Bergvorsprung mit dem Dreifürstenstein, dem berühmten aber eher unscheinbaren dreieckigen Grenzstein aus dem Jahr 1663. Dieser kennzeichnet das damalige Dreiländereck, an dem bis 1806 das Herrschaftsgebiet derer von Fürstenberg („FF“ auf den Grenzsteinen), das Herzogtum Württemberg und Fürstentum Hohenzollern aneinanderstießen.

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In der kleinen Schutzhütte gab es die erste Gelegenheit zu einer Rast. Auch hier blickten wir statt ins Tal wieder nur in dichte Schwaden, und so mussten wir halt glauben, dass die auf einer Metallplatte dargestellten Orte von hier aus bei guter Sicht auch wirklich zu erspähen wären. Auch ein kurzes Aufleuchten der Sonne hinter den Bäumen, deren kahle Äste sich irgendwo im Dunst verloren, blieb lediglich ein unerfülltes Versprechen.

Nach kurzem aufgeregtem Hundegebell von Helgas beiden Hunden Lia und Cora (ein fremder Hund kam vorbei!) zogen wir weiter und folgten fast 5 km weit dem wunderschönen Albtrauf- Wanderweg, der an einigen Stellen jedoch nass und schlammig war und zuweilen nur langsam und vorsichtig begangen werden konnte. Die verdreckten Wanderschuhe konnte man aber bald in dem feuchten Blätterbelag des Waldbodens wieder säubern. (Herrlich, dieses Geraschel beim Schlurfen durch das hohe Laub- einige fühlten sich fast wieder in ihre Kindheit zurückversetzt!)

Grenzsteine kompDSC 2545Am gesamten Traufweg entlang begegneten wir zahlreichen teils schön gezeichneten Grenzsteinen aus der Zeit um 1850: Hier verlief nach 1806 die Grenze zwischen dem Königreich Württemberg („KW“) und dem zum Königreich Preußen („KP“) gehörenden Fürstentum Hohenzollern.
In das Maul eines von einer Eiche herabschauenden Waldgeistes sollten nur grundehrliche Menschen ihre Finger stecken!

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Kurze Zeit später staunten wir, als uns ein Feuersalamander buchstäblich über den Weg lief der bald darauf im dichten Laubwerk verschwand.DSC 2554

Als wir den Aussichtspunkt „Oberer Schömberg“ erreicht hatten, hatte sich der Nebel im Tal etwas gelichtet und gab jetzt die Sicht ins Tal frei auf Beuren. Am nächsten Aussichtspunkt konnte man auf Jungingen und Schlatt hinabblicken, weiter entfernt zeigte sich jetzt sogar der Hohenzollern, der seine Spitze mit der Burg kurz darauf aber wieder verhüllte.

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An dieser Stelle verließen wir den Traufweg, und unser Weg führte uns zuerst durch den spätherbstlichen Wald, danach über freies Feld nach weiteren 5 km zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Wanderparkplatz am Kornbühl. Höchste Zeit für die Abfahrt, denn inzwischen hatte ein leichter Nieselregen eingesetzt.DSC 2593

Ein Teil der Gruppe verabschiedete sich schon hier, der Rest legte noch einen Zwischenhalt in Padeffkes Bäckstage in Mössingen ein, wo verzehrt wurde, was man nach einer solchen Wanderung brauchte: Cappuccino oder Schwarzriesling, Pizza Diavolo oder Schwarzwälder Kirschtorte.

Auch wenn das Wetter neblig trüb gewesen war, war dies doch eine schöne und gesunde Wanderung mit einer stets fröhlichen Gruppe gewesen!

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