33. Starzachlauf am 28. Oktober 2018

Mit ein wenig Verspätung (sorry) der Bericht von Hajo zum Starzachlauf:

Die 11,2 Kilometer lange Laufstrecke beginnt und endet an der Mehrzweckhalle Wachendorf. Zugleich ist es der letzte Lauf zur Wertung im VR-Cup nach Läufen in Kiebingen, Mössingen, Dußlingen und Hirschau. Für manche Läuferinnen und Läufer ist es auch die letzte Möglichkeit, sich noch um Punkte zu verbessern, um bei der Wertung in der jeweiligen Altersklasse berücksichtigt zu werden. Denn gewertet werden Patz 1-3 in der Altersklasse. Um überhaupt in die Wertung zu gelangen, müssen mindestens drei Läufe absolviert werden.

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Da der Lauf in Wachendorf immer Ende Oktober stattfindet, ist es mit dem Wetter so eine Sache. Regen und Nebel sind keine Besonderheit. Aber in diesem Jahr war es besonders schlimm. Das Tagblatt titelte: „Tiefkühltruhe mit Ventilator“. Das traf den Nagel auf den Kopf.

Den Wetterbericht hatte ich schon Tage zuvor bange beobachtet. Das nützte alles nichts. Ich hatte Willi Klein versprochen, ihn zuhause zur Fahrt nach Wachendorf abzuholen. Ich dachte, vielleicht sagt er ab und ich bleibe dann auch in Tübingen; der dritte Platz in der Gesamtwertung ist mir ohnehin sicher. Warum sollte ich bei Kälte und Regen in einen abgelegenen Ort zum Laufen fahren. Willi sagte nicht ab und so fuhren wir gen Wachendorf. Der Regen unterwegs wurde immer heftiger. In Wachendorf wunderten wir uns, dass so viele Parkplätze schon belegt waren. Das Auto abstellen und schnell zur Halle zum Umziehen. Im Foyer standen viele Läuferinnen und Läufern; sie warteten dort auf den Start. Schließlich wurden alle zum Start gebeten. Wie alle anderen fror ich und hüpfte von einem Bein auf das andere. Dann endlich fiel der Startschuss und die Strecke führte zunächst leicht bergab. Ich rannte einfach mit dem Pulk mit. Nach einem Kilometer dachte ich, dass ich aufgeben muss. Meine Stirn war wie eingefroren, weil ich keine Mütze hatte. Ich lief wie in Trance weiter. Nach einer Weile ließ der Schmerz nach. Dafür spürte ich meine Hände nicht mehr, sie waren eiskalt. Inzwischen schneite es. Ich sah auf meinen linken Schuh und befürchtete, dass der Schnürsenkel drohte aufzugehen. Ich dachte, mit meinen klammen Fingern kann ich ihn nicht mehr zubinden, aber er hielt das Rennen durch.

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Nach 5 Kilometern ging es mir besser und ich konnte mich nun auf den Lauf konzentrieren. Noch einmal heftig wurde es, als die Strecke auf die Landstraße führte. Dort peitschte ein starker Wind mit Graupelschauer ins Gesicht. Zähne zusammenbeißen und die restlichen 3 Kilometer auf der Straße zum Ziel laufen. Am Ziel angekommen hatte ein Helfer ein Einsehen und befreite mich vom Transponder, den ich mit meinen steifen Fingern nicht vom Schuh abnehmen konnte. Jetzt noch schnell einen heißen Tee abholen und rasch in die Halle, um die nassen Sportsachen auszuziehen. Vorher hatte ich versucht, einige Bilder aufzunehmen, was mir bis auf wenige wegen der klammen Hände nicht so recht gelingen wollte. Deshalb bedanke ich mich herzlich bei Sebastian Groteloh vom TSV-Hirschau, dass er mir einige aussagekräftige Bilder überlassen hat.

Nun warf sich bei mir die Frage auf, was der Lauf mir eingebracht hat. Und tatsächlich hatte es sich für mich gelohnt, denn ich konnte mich auf den 2. Platz in der Gesamtwertung meiner Altersklasse verbessern. Außerdem erhält jede Läuferin und jeder Läufer, welche/r alle 5 Läufe absolviert hat, im nächsten Jahr einen Freistart.

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Die Siegerehrung des VR-Cups erfolgt im Rahmen der Abschlussveranstaltung am Samstag, den 17. November, in der Turn- und Sporthalle Hirschau.

Für den Post-SV waren beim Hauptlauf am Start:
Mark Weichert, Post SV Tübingen (1. M 45) 43:25
Tim Rieder, Post SV Tübingen (2. MJ U 18) 44:17
Andreas Kress, Post SV Tübingen (2. M 45) 44:33
Noa-Marie Rieder, Post SV Tübingen (2.WJ U 18) 54:30
Hajo Bewernick, Post SV Tübingen (2. M 70) 1:07:27
Willi Klein, Post SV Tübingen (12. M 60) 1:13:03
Roland Behnke, Post SV Tübingen (20. M 55) 1:12:22

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