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Neue Trainer C-Leistungssport im Triathlon

Aller Corona-Einschränkungen zum Trotz konnten unsere Triathlon-Schwimmtrainer Maximiliane Unsorg und Sean Gallagher Anfang Juni 2020 ihre Ausbildung zum „C-Trainer“ erfolgreich absolvieren und können damit unser Training mit frischen Fachwissen noch weiter bereichern.

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Wie die Ausbildung mit mehreren Modulen abgelaufen ist, lässt Sean in seinem Bericht nochmals Revue passieren:

Ziemlich genau ein Jahr ist es nun her, dass wir das erste Mal zu dem Lehrgang mit dem etwas sperrigen Namen „Trainer C-Leistungssport Triathlon“ gefahren sind. Ich kann mich noch gut erinnern. Es war die erste Woche der Pfingstferien, die Sonne schien von früh bis spät und für manche Geschmäcker war es schon fast zu heiß. Da wäre man trotz Neugier und Vorfreude auf den Trainerlehrgang das eine oder andere Mal doch lieber im Freibad gewesen, anstatt drinnen, hinter geschlossenen Jalousien, Powerpoint-Vorträgen zu lauschen – vor allem dann, wenn das Freibad 50 Meter Luftlinie vom eigenen Zimmerfenster entfernt ist. Schnell stellte sich aber heraus, dass ca. 50 Prozent der Ausbildung praxisnah war und so ging es von der Sporthalle ins Wasser, vom Wasser aufs Rad und vom Rad auf die Bahn zum Laufen. Triathlon eben! Die Tage begannen in der Regel um 07:30 Uhr mit dem morgendlichen Frühstücksbuffet. Daraufhin gab es Praxis- und Theorieunterricht von verschiedenen Ausbildern in verschiedenen Bereichen. Fachlich sowie auch überfachlich (Triathlon-spezifisch). Um ca. 12 Uhr gab es dann Mittagessen. Da hatte man dann stets die Chance sich mit den anderen Teilnehmern aber auch mit den Trainern / Ausbildern nett zu unterhalten. Spannend war auch der Austausch mit den Teilnehmern anderer Vereine. Nach einer Mittagspause ging es dann meist um 14:30 Uhr weiter bis ca. 18 Uhr. Um 18:30 Uhr gab es Abendbrot und von 19 Uhr bis 20:30 Uhr folgte zumeist noch eine weitere Einheit. Für den eigenen Sport gab es da wenig Zeit. Maxi ging dann eben um 6 Uhr in der Früh schon laufen oder verzichtete eben mal aufs Mittagessen für ein Läufchen. Für die weniger Hartgesottenen und Langschläfer unter uns, also für mich, wurde die Ausbildungswoche zur unfreiwilligen REKOM-Woche, doch nach knapp 50 Unterrichtsstunden ging es dann auch wieder zurück nach Tübingen.

Das Aufbauseminar fand dann im Februar 2020 statt. Strukturell glich es dem ersten Lehrgang und wir wussten, was uns erwartet. Es war schön die anderen Teilnehmer wieder zu sehen und auch das Sitzen in den Lehrsälen war unter den nasskalten Bedingungen draußen weniger schwer. Zudem waren vor allem die Schwimminhalte des Lehrgangs besonders interessant. Martin Lobstedt, auch bekannt als „Lobby“, seines Zeichens Landestrainer beim BWTV, zeigte einmal mehr, dass er eine Koryphäe auf seinem Gebiet ist und gab uns viele starke Tipps mit auf den Weg, die wir zum „Leid“ aller Schwimmer auch bald zu Genüge testen werden. Stichwort: Anaerob alaktazid! =)

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Einige Monate später war es dann soweit: Prüfungslehrgang. Prüfungslehrgang? Ich muss zugeben, ich war doch etwas verwundert, dass dieser unter den derzeit schwierigen Bedingungen (Corona) überhaupt stattfindet. 2 Wochen vorher wurden wir informiert. Und dann war es auch schon so weit. Wieder Pfingsten. Wieder traumhaftes Wetter (zumindest anfangs) und doch war alles anders, „dank“ Corona. Wo sich sonst hunderte andere Sportler auf dem Campus tummelten, war es plötzlich totenstill. Wir und einige Tennisspieler waren die einzigen Personen an der Sportschule. Im Freibad spiegelte sich die Sonne im Wasser, doch auch hier keine Menschenseele. Die Kantine glich einem OP-Saal und die Mahlzeiten mussten maskiert am Tresen abgeholt werden. Daraufhin saß man dann mit gehörigem Sicherheitsabstand zu den anderen an seinem Einzeltisch und dinierte als wäre man ein Neurotiker mit Sozialphobie. Freilich war das nicht die Schuld der Sportschule Steinbach, sondern vielmehr gilt es hier ein großes Lob auszusprechen, an eben die Sportschule und den Aufwand, den sie betrieben hat, um den Prüfungslehrgang möglich zu machen. Nun denn, dem einen oder anderen tat es vielleicht auch gut in seinen Möglichkeiten eingeschränkt zu sein. Z.B mir. Wie schon zu Schulzeiten war ich etwas knapp dran mit dem Lernen für die Prüfungen, von denen es zwei theoretische (fachlich / überfachlich) und eine praktische (eine Lehrprobe) zu bestehen galt. Am Ende ging aber alles gut und ausnahmslos ALLE Teilnehmer beendeten den Prüfungslehrgang erfolgreich. Wolfram Bott, Bundesstützpunkttrainer in Freiburg, der u.a. die Lehrproben abnahm, verkündete für seine Verhältnisse schon fast feierlich: „Von nun an, darf ich Euch Kollegen nennen“. Ein schönes Gefühl.

Dank geht an den Post-SV, durch dessen Unterstützung wir den Trainer C-Leistungssport Triathlon überhaupt erst in Angriff nehmen können.

Bis hoffentlich bald im Becken!
Maximiliane Unsorg & Sean Gallagher 

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