Frankfurt Marathon 2017

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Ein Erlebnisbericht von Jens Pruschke (Jg. 1981, Post-SV Triathlon)
 
Am Sonntag den 29.10.2017 sollte es wieder so weit sein. Ich habe meinen zweiten Marathon in Angriff genommen. Nach meinem – für mich – erfolgreichen ersten Marathon im Frühjahr in Wien, habe ich, als noch relativ unerfahrener Läufer, mir die Fragen gestellt: kann ich meine damalige Zeit von 3:25:03 Stunden unterbieten? Konnte das Training in diesem Jahr zu einer besseren Zeit führen? Nach einer langen Saison mit dem einen oder anderen Triathlon fühlte ich mich schon etwas müde und, wie man so schön sagt, hier und da „zwickte“ es auch schon recht deutlich. Aber, so viel wusste ich schon, an einem Wettkampftag kann Vorfreude, Adrenalin und Willen vieles zweitrangig machen.
So begab ich mich, bei doch besserem Wetter als vorhergesagt, motiviert an den Start in meiner Ex-Wahlheimat. Der eiserne Mann mit dem Hammer, der in Frankfurt an der Messe, und so im Start-/Zielbereich, dasteht, scheint kein gutes Omen zu sein. Es ist aber besser ihn dastehen zusehen, als später sein Pendant zu erleben, dachte ich mir. Mit viel Beifall und Zurufen gingen dann die ca. 12.000 Läuferinnen und Läufer inklusive mir auf die Strecke. Für mich waren die ersten 12 Kilometer etwas beschwerlich, da sich meine Knie nicht optimal angefühlt haben und ich befürchtete das Rennen nicht so gestalten zu können wie geplant. Immer wieder standen aber viele Zuschauer sowie Bands mit ihrer Musik am Straßenrand, so dass der Spaß wieder in den mentalen Vordergrund rückte und ich das „Gänsehaut-Feeling“ genoss.
So kam es, dass ich die Halbmarathonmarke schneller erreichte als gedacht (1:36:08) und das Laufen sich widererwartend gut anfühlte. In kleinen Läufergruppen konnten wir uns gegenseitig Windschatten spenden wodurch der zum Teil starke Wind sich als weniger problematisch auswirkte. Wieder war es die tolle Stimmung an der Strecke, die mich bis km 30 unterstützt und motiviert hat. Der Einlauf in die Innenstadt von Frankfurt bei km 35 war für mich ein Highlight. Ich hatte meine Wunschzeit zum Greifen nahe, die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt und trotz dann doch relativ starker Schmerzen in den Beinen war es eine Freude mitzulaufen und den einen oder anderen Bekannten an der Strecke zu sehen.
Der Einlauf in die Friedrich-Ebert-Anlage, die letzte Straße vor der Abbiegung in die Festhalle, war nochmal mit viel Gegenwind zu bewältigen. Die Anziehungskraft der Festhalle war jedoch größer. So erreichte ich die Ziellinie mit einer Zeit von 3:12:06, drei Minuten schneller als meine Wunschzeit.
 
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Im Zielbereich in der toll beleuchteten Frankfurter Festhalle stand schon ein paar Minuten der erfahrene LAV-Langstreckler und Post-SV Vereinskollege Gerold Knisel (60), mit dem ich mich über das Rennen unterhalten habe. Neben ihm sind ja noch einige andere LAVler ziemlich schnell unterwegs gewesen und die haben sogar Gold- und Silbermedaillen gewonnen. Respekt für diese Leistungen! Respekt zollen muss ich aber auch der ersten Vorsitzenden des Post-SV Petra Groten, die mit zwei identischen Hälften eine Zeit deutlich unter 4 Stunden schaffte. Auch Bernd Glauner (65), der Post-SV Finanzverantwortliche, vor zwei Jahren schwer verunfallt beim Nikolauslauf als Helfer beim Aufbau, schaffte die Königsdistanz über 42,2 Kilometer in gut vier Stunden. Sagenhaft!
 
Ich bin extrem glücklich darüber auch diesen Marathon gesund und mit einer für mich fabelhaften Zeit geschafft zu haben. Die Trainingseinheiten, sei es mit dem Verein auf der Laufbahn, oder die langen Läufe rund um Tübingen mit Vereinskollegen haben ihren gewünschten Effekt gehabt. Danke dafür! Das macht Lust auf mehr! Jedem, der überlegt einen Marathon zu laufen, kann ich nur sagen, nicht überlegen, einfach machen! Am besten im Rahmen des Vereinssports mit Gleichgesinnten beim Post-SV Tübingen.
 
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