21. Stuttgart Lauf 2014 - Mein erster Halbmarathon

CaroStuggi21Z4Z

Und, wann kommt die Lust am Laufen?

 Freitag Swim and Run, Samstag Staffellauf in Tübingen, Sonntag der erste Halbmarathon in Stuttgart. Gute Vorbereitung klingt anders. Ausruhen auch. Weiß ich ja. Eigentlich :-)  Aber was, wenn als Ausgleich gute Freunde mit an den Start gehen und danach ein leckerer Brunch winkt? Wenn das trübe Wetter die sonnige Laune nicht vertreiben kann? Wenn tausende Läufer gemeinsam auf dem Startplatz Gymnastik mit der Moderatorin machen?

 Wenn man eine Strecke läuft, die man nicht kennt, und ein Mitläufer einem auf die Schulter tippt und fragt: na, Lust zu laufen, und Anne, Arne, Renè und Wiebke als top Unterstützerteam anfeuern? Eine schöne Strecke am Flussufer des Neckars entlang? Dann kann das doch nur gut gehen! Mit Lars Hanke reihe ich mich irgendwo zwischen 1:40er und 1:45er Luftballon in die blaue Gründelsstartergruppe ein und wir beschließen, gemeinsam loszulaufen, bis...na, mal sehen, bis wohin.

 

 

 

 

 

 

Anne Schroth und Carlos Hanke (als Ersatz-Wiebke, da diese mit dem Fuß schwere Probleme hat) verlieren wir irgendwo im Gedränge der fast 9000 Mitläufer, und ich freue mich tatsächlich auf den Startschuss, auch wenn der kleine Zweifel bleibt, ob das so gut war, den gestrigen Tag auch mit dem Einspringen beim Staffellauf zu beenden. Was soll's, durch kommt man immer irgendwie. Die Lust, zu laufen, ist da. Ob die Lust am Laufen kommt, das wird sich herausstellen. Lars und ich laufen die ersten 10km tatsächlich im ruhigen, gleichmäßigen Schnitt zusammen und fühlen uns dabei ziemlich wohl. Dann eine kleine Erfrischung durch Wasserdusche und Buffergetränk, einen Seitenblick auf die Uhr, und ab Kilometer elf ist die Lust am Laufen plötzlich richtig da. Mein 1:40h Limit scheint erreichbar. Wir versuchen mal unser Glück. Jedes Mal, wenn wieder ein Kilometerschild sichtbar wird, piepsen neben und hinter und vor mir Garmin-uhren - ein Wahnsinnsgefühl!

Ganz anders als schnelle 10km Läufe. Viel mehr Kommunikation zwischen Läufern und Zuschauern. Viel mehr Austausch zwischen den einzelnen Läufern. Einfach schön. Das Kopfsteinpflaster passierten Lars hinter mir und ich noch trocken, dann begann es herrlich zu nieseln. Da der Schweiß ohnehin in Strömen floss dank hoher Luftfeuchtigkeit, war das bis zum stärker werdenden Regen (mit Rückenwind) auch kein Problem. Danach begann für viele der späteren Startgruppen ein Pfützenhopping. Bei Kilometer 19 brach ich dann urplötzlich ein - warum? Keine Ahnung. Von 0 auf 100 ging nichts mehr, abnormales, verfluchtes Seitenstechen, passiert mir doch eigentlich nie! Einige liefen an mir vorbei und wollten mich mitnehmen. Ging nicht. Dann einer, der aussprach, was ich mir beim langsam Weiterlaufen dachte: "aufgeben ist nicht! Beißen macht stolz!" 10 Sekunden und einen internen Stolzanfall später war alles fast wieder in Ordnung, und jetzt hieß es: verlorene Zeit wieder gutmachen auf den letzten 1,5km.

Mit einem Lächeln rannte ich dann tatsächlich noch vor den 1:40h über die Ziellinie und bedankte mich erstmal bei dem Läufer. 50. Frau von 1517 Frauen. Hallelujah! Kämpfen lohnt sich. Lars kam eine Minute später ebenfalls erleichtert mit 1:40h ins Ziel, und ja: die Lust am Laufen kam und blieb definitiv, beschlossen wir beide. Und sie ist das allerbeste Gefühl, das man an einem Sonntagvormittag mit in den Tag nehmen darf, und vielleicht noch die "Banane danach" :-) Es war fürs erste Mal mit Zeitmessung einfach spitze und die Kulisse beim Einlaufen ins Daimlerstadion natürlich grandios! Gerne wieder.

Für den Post-SV Tübingen liefen ebenfalls in Stuttgart Claudia Dolmetsch, Marion Henning, Roland Behnke und Christian Niederhöfer

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